Kalender
Mathematik

Schülerinnen und Schüler der Anna-Lindh-Schule nehmen regelmäßig und mit sehr gutem Erfolg an Mathematikwettbewerben teil.

Deutsch

Der gemeinsame Lesevergleichswettbewerb zwischen den 5. Klassen der Anna-Lindh-Grundschule und des Lessing-Gymnasiums wird seit 2009 jährlich durchgeführt. Die Vorbereitung des Lesewettbewerbs ist Bestandteil des Deutschunterrichts der 5. Klassen.

Erfinderwettbewerb

Am Erfinder- und Projektwettbewerb der tjfbg gGmbH beteiligen sich regelmäßig Teams der Anna-Lindh-Schule.

tjfbg-Erfinderwettbewerb 2012/13

Wir gratulieren dem Tüftelteam aus der Klasse 5a (2012/13) zum vollen Erfolg: Mit »Froggy« errang das Team der Anna-Lindh-Schule den Ersten Platz beim tjfbg-Erfinderwettbewerb 2012/13. Betreut von Frau Danielson hatten Ali, Deniz, Hendrik, Jonathan, Lea, Leonard und Lennart aus der 5a einen Frosch entworfen und gebaut, der die Vorgaben der Erfinderaufgabe erfüllte: Es ging darum, mit einer Hüpfbewegung eine möglichst große waagerechte Strecke zurückzulegen. Der Frosch sollte insgesamt drei einzelne Sprünge ausführen, die er nacheinander absolvieren musste.

Die Aufgabe: Froschweitsprung

Außer den Abmessungen des Froschs von maximal 20 x 20 x 20 cm (Länge/Breite/Höhe) war unter anderem vorgegeben, dass weder elektrische oder elektronische Bauteile verwendet werden noch kommerzielle Modellbausätze zum Einsatz kommen durften. Auch waren keine pyrotechnischen Antriebe oder sonstigen explosiven Vorrichtungen (z. B. Wasser- oder Silvesterraketen) gestattet.

Die Tüftelgruppe experimentierte von Oktober 2012 an mit verschiedensten Materialien und Ansätzen: etwa einem Tennisball, der springt und von einer Stoffbahn gestoppt wird. Magneten, die sich abstoßen und dabei springen, wurden erprobt. Der Ansatz, einem klassischen Papier-Faltfrosch mit Verstärkungseinlagen zu größeren Sprungdistanzen zu verhelfen, wurde ebenso verfolgt wie der eines katapultartigen Objekts. Immer wieder machte die Gruppe Versuche mit verschiedenen kleinen Federn. Die engagierten Experimente wurden weitgehend während der regulären Unterrichtszeiten durchgeführt: Frau Danielson schätzt an der 5a, die sie 2012 von Frau Klepka übernommen hat, den starken Zusammenhalt der Klassengemeinschaft und dass die Kinder gut organisiert sind und sehr selbständig arbeiten — beste Voraussetzungen dafür, die Tüftelarbeit des siebenköpfigen Teams als Differenzierung im Rahmen des Regelunterrichts zu ermöglichen.

Inzwischen stand Weihnachten vor der Tür, und obwohl bislang bei keiner der Versuchsreihen die Bedingungen konstant gehalten werden konnten und auch die Sprünge noch nicht zufriedenstellende Distanzen erreichten, so konnten die Kinder aus ihrer bisherigen Arbeit doch einige wichtige Schlüsse ziehen: Die besten Ergebnisse wurden mit Spiralfedern erzielt; sie müssten nur größer und härter sein. Eine weiche Unterlage bremst den Frosch beim Aufkommen. Günstig ist eine schräge Absprungrichtung.

Ein Prototyp

Erst vier Wochen vor dem Abgabetermin im Februar kristallisierte sich die Konzeptidee heraus, die zu einem Prototypen und schließlich zum Exemplar des Froggy führte, der den Wettbewerb gewinnen sollte: Alis Eltern hatten gerade ein neues Sofa bestellt, und weil er durch die Experimente der zurückliegenden Monate seinen Blick für Werkstoffe und Bauteile geschärft hatte, kam Ali auf die Idee, der zu Hause ausrangierten Matratze einige Sprungfedern zu rauben und in die Tüftelwerkstatt der 5a mitzubringen. Da war der Einfall geboren, eine Matratzen-Sprungfeder mit einer kleinen Plastikschüssel als Körper zu kombinieren und die Flugbahn des Froschs mit einem vorn angesetzten Gegengewicht zu stabilisieren. Das kleine Metallgewicht wird von den nach vorn gerichteten »Armen« des Froschs gehalten. Sowohl der Durchmesser der Schüssel als auch die Gesamtlänge mit Sprungfeder liegen unter 20 cm, wie in der Auslobung gefordert.

Es blieben jedoch noch einige Detailprobleme zu meistern; vor allen Dingen erwies es sich als schwierig, die Sprungbedingungen konstant zu halten, um den Frosch möglichst exakt an einem Punkt landen zu lassen. Schon das Herunterdrücken beim Spannen der Feder kann unterschiedlich sein. Auch die Feder selbst verliert nach vielen Probesprüngen an Härte. Daher musste Froggy sich bis zur Präsentation schonen, nachdem die Positionen der drei Landezonen auf einer am Boden ausgerollten Tapetenbahn exakt ausgemessen und markiert waren. Durch zu viele weitere Spaßsprünge hätte die Federhärte und Sprungkraft nachgelassen, und damit hätten die ausgemessenen Distanzen nicht mehr gestimmt.

Froggy springt weich von Teich zu Teich

Am 12. März endlich durften alle sieben Tüftler mitfahren, um ihren Wettbewerbsbeitrag vor der Fachjury zu präsentieren. Neben Frau Danielson gebührt besonderer Dank Herrn Geiger und Herrn Raabe, die beim Transport des Froggy und der eigens für ihn entwickelten Sprungbahn halfen: Die Kinder haben außer einer stabilen Startplattform, von der Froggy losspringt, auch noch drei mit Seerosen liebevoll ausgestaltete »Teiche« aus flachen Kisten gebaut, die als Ziel- und Landefläche für die einzelnen Etappen des Dreisprungs dienen. Diese Landezonen sind mit weichem Füllmaterial präpariert, um die Energie des Sprungs abzudämpfen, sodass Froggy direkt vom Landepunkt aus zum nächsten Sprung ansetzen kann.

Nachdem die Sprungbahn aufgebaut war, kam der große Moment: Die Jury schaute genau hin, wie die sieben Mitglieder des Anna-Lindh-Teams in einem bestens eingespielten Ablauf zunächst die »Teiche« sorgfältig und millimetergenau an den vorbereiteten Markierungslinien ausrichteten, dann mit höchster Konzentration ihren Frosch in Ausgangsposition brachten, die Feder spannten, uuund: hopp — Mist! Nach einem Fehlversuch durfte Froggy noch einmal zurück zur Startlinie, dann ging alles glatt: Der elegante Dreisprung glückte in einem Zug, alle Landeteiche wurden wie vorgesehen getroffen, und Froggy erreichte souverän die bereits in den Probesprüngen im Flur der Anna-Lindh-Schule ausgezirkelte Gesamt-Sprungweite von 3,78 Metern, gemessen vom Start bis zur Vorderkante des dritten Teichs. Da die für die Wertung maßgebliche Distanz als Summe aus den tatsächlichen Sprungweiten der drei Etappen ermittelt wurde, ergab sich ein um die Maße der Teichbehälter abweichendes Ergebnis: Die im Wettbewerb erreichte tatsächliche Sprungweite des Froschs wurde von der Jury mit 4,67 Metern angegeben.

Noch am Tag der Präsentation wurde unseren Tüftlern vorab mitgeteilt, dass sie mit ihrem Wettbewerbsbeitrag und der dazu eingereichten Dokumentation — Steckbrief, Fotos, Zeichnungen und eine Filmaufnahme vom Testsprung — bereits sicher unter die Hauptpreisträger gelangt waren. Wochen des gespannten Wartens schlossen sich an, und erst bei der Preisverleihung am 18. April in der Schule am Brandenburger Tor erfuhren die sieben Glücklichen aus der 5a, dass sie in ihrer Alterskategorie (Klassenstufe 5 bis 7) den Ersten Platz belegt hatten! Denn in dieser Alterskategorie war das Tüftelteam von der Anna-Lindh-Schule das einzige Team, das einen funktionierenden Wettbewerbsbeitrag einreichen konnte, und hatte somit den Ersten Preis gewonnen. Die übrigen Teams waren nicht rechtzeitig bis zum Abgabetermin zu einer Lösung der Aufgabe gelangt oder hatten schon früher vor den Problemen kapituliert, mit denen sie sich bei der Konstruktion ihres Froschs konfrontiert sahen. Insgesamt, also für alle drei Alterskategorien hatten sich dreizehn Teams zur Teilnahme am Erfinderwettbewerb angemeldet, aber nur fünf dieser Teams haben dann auch tatsächlich eine Erfindung präsentiert. In den übrigen Alterskategorien gab es einen Ersten, Zweiten und Dritten Preis (Klassenstufe 1 bis 4) sowie einen Ersten Preis (Klassenstufe 8 bis 12).

Systematische Lösungsfindung mit kreativen Einfällen

Die Reduktion des Teilnehmerfelds zeigt, wie groß die Herausforderung war, der die Kinder aus der 5a sich gestellt haben. Mit Ausdauer und großem Engagement haben sie das Ziel verfolgt, eine adäquate Antwort zu der Aufgabenstellung zu entwickeln. Der Weg, den sie dabei beschritten haben, ist ein Beispiel für systematische Lösungsfindung, deren entscheidende Wendungen sich jedoch unplanbaren phantasievollen Einfällen verdanken. Die Chance, im Rahmen des Regelunterrichts solche Erfahrungen zu sammeln ist nicht minder wertvoll als die Preise, die die Kinder bei der feierlichen Siegerehrung entgegennehmen durften: Buch- bzw. Sachgutscheine für jedes einzelne Teammitglied (75 €) sowie darüber hinaus einen Gutschein über einen größeren Betrag für das Team als Ganzes (600 €). Für die sieben war es längst abgemachte Sache, dass sie den Teampreis mit der gesamten Klassengemeinschaft teilen würden; schließlich wäre der Erfolg kaum möglich gewesen ohne die unbedingte Unterstützung ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler während der gesamten Entwicklungs- und Testphase des Froggy. Der Funke der Begeisterung war rasch von den Tüftlern auf die anderen Kinder der 5a übergesprungen, sodass im kommenden Schuljahr die Klasse gleich mehrere Teams ins Rennen schicken will beim tjfbg-Erfinderwettbewerb 2013/14. Wir dürfen gespannt sein.

P. Zöller, April 2013

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